Die Individualpsychologie ist eine der drei klassischen Richtungen der Tiefenpsychologie. Sie wurde 1911 vom österreichischen Arzt Alfred Adler gegründet. Er nannte sein System: “Die Lehre des unteilbaren Menschen“. Jeder Mensch ist ein „Unteilbares“, ein „Individuum“, Körper und Psyche sind ganzheitlich zu sehen.

 

Der Name „Individualpsychologie“ bezieht sich auf den Menschen als unteilbares Ganzes. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zur Lehre Freuds, der die Aufspaltung der Persönlichkeit betonte und von der Vorstellung ausging, dass sich Teile des Menschen gegenseitig bekämpfen.

 

Adler geht davon aus, dass das menschliche Verhalten immer zielgerichtet ist. Das bedeutet, dass der Mensch aufgrund seines Lebensstils und seiner privaten Logik seine eigenen Ziele verfolgt. Während bei Freud die Frage nach dem Grund (Kausalität) im Vordergrund steht, betont Adler die Notwendigkeit nach dem Zweck von Symptomen, wie den Lebensäusserungen insgesamt (Finalität), zu fragen.

 

Dr. Alfred Adler war seiner Zeit voraus. Heute werden seine Intuitionen durch Erkenntnisse aus der Hirnforschung bestätigt.

 

Die Individualpsychologie ist die Basis meiner Arbeit. Sie hat in der Welt der Psychologie einen besonderen Platz:

 

  • Sie spricht eine verständliche Sprache

  • Sie gibt einem die Möglichkeit, das Verhalten von Menschen zu verstehen

  • Sie gibt dem gesunden Menschenverstand eine hohe Anerkennung

  • Sie bestätigt, dass der Mensch seiner Natur nach, ein Gemeinschaftswesen ist

  • Sie betrachtet deshalb ein gut entwickeltes soziales Interesse als Massstab für psychische Gesundheit

  • Sie betont die Selbstverantwortlichkeit des Menschen

  • Sie baut auf den Stärken des Menschen auf, denn diese stellen ein grosses Potential für jeden Einzelnen dar

  • Sie ist der Überzeugung, dass der Mensch nicht Opfer seiner Triebe, sondern Gestalter seines Lebens ist und sich bewusst oder unbewusst ständig entscheidet

  • Ihre Beobachtungen und Erkenntnisse stimmen mit dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Stand überein

 

In der Praxis erbringt sie den Beweis, dass Menschen sich selbst besser kennen lernen, ihr Verhalten ändern und ihre Beziehungen verbessern können. Sie erkennt, dass jeder Mensch einzigartig ist und immer mehr ist, als er zeigt. Dieses Mehr wird erkennbar durch eine respektvolle, gleichwertige ermutigende Erziehung und einen ebensolchen Umgang miteinander. Sie zeigt auf, dass der Mensch ein zielorientiertes Wesen ist und dass sein Verhalten durch Ursachenforschung allein, nicht sinnvoll erklärt werden kann. Sie glaubt fest an die Zukunft der Menschheit und an die Gleichwertigkeit aller Menschen. 

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